Zu ebener Erde und Darunter

Historische und alten Bauten stehen erdverbunden und ungedämmt im Erdreich. Der Temperatur-eintrag in die Grundmauern beträgt nur wenige Grad im Plus. Die Mauern bleiben daher auch im Sommer kalt: 8 - 14 °C.

Das ist im Winter kein Problem. Die Luft ist trocken. Das wirkt sich positiv aus. Im Sommer kann die warme Luft viel Feuchtigkeit transportieren. Kühlt Sie jedoch ab, wird Feuchtigkeit sofort abgegeben, da die Aufnahmefähigkeit von Wasserdampf in der Luft sinkt.

Ab dem Taupunkt kondensiert Feuchtigkeit

So wie der Morgentau auf der Wiese oder ein beschlagener Bierkrug, so kondensiert Feuchtigkeit auch an kühlen Wänden. Durch die hohe Porösität des Ziegels auch an den inneren Oberflächen.

Die Auswirkungen sind:

Dringt Wasser in ein Bauwerk ein, löst es in mineralischen Baustoffen (Beton, Mörtel, Ziegel) lösliche Salze heraus, vor allem Kalium- und Natriumsulfat und diffundiert durch das Bauwerk. Trocknet anschließend das Bauwerk ab, bleiben die gelösten Salze an der Bauwerksoberfläche zurück und kristallisieren dort – an der Verdunstungsebene – das kann auch INNERHALB der Mauer/Ziegel stattfinden. Beim Kristallisieren tritt eine Volumenzunahme auf, die zum „Ausblühen“ und Sprengen des Verputzes führt. 200 bar.

Taupunkt im Sommer:

Temperatur:  27,7°C
Taupunkt:     20,3°C
Luftfeuchtigkeit: 64 %

               = 17,17 g/m3

Werte Innere Stadt

Quelle: Wien aktuell

Gemessen 29.7.2013

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Die Lösung liegt darin, die Feuchtigkeit aus der Mauer abzuführen.