Kleines Baulexikon

Abblättern, abplatzen

Farbe und/oder Putzschicht  lösen sich nach Frost oder durch Tausalz von der Betonoberfläche ab. Siehe  Salze, bauschädlich.

Altglas

Bereits einmal als Verpackungsmaterial im Umlauf gewesener Rohstoff, der gesammelt und wiederverwertet wird. Seine Energieeinsparung bei der Produktion liegt bei 35 %.

Ausblühen, Ausblühsalze

Siehe Salze, bauschädlich.

Bauen im Bestand

Darunter versteht man die den aktuellen Zustand eines Gebäudes, welcher durch Umbauten verändert wird. Hier kann es zu einer Nutzungsänderung kommen, bspw. der Umbau einer Stallung zu einer Veranstaltungshalle, wie die RKI dies im Museumquartier vorgenommen hat.


Bauhammer

Umgangssprachlich verwendeter Begriff für ein elektrisch betriebenes Baugerät. Die Untersacheidung zwischen Bohrhammer oder Schlaghammer wird nicht vorgenommen. Die RKI hat einen druckluftbetriebenen Abschälhammer  im Sortiment, für diverse Einsatzgebiete.

Baustoffklasse

Dient der Einteilung von Baustoffen bezüglich ihres Brandverhaltens nach DIN 4102.

Ihre Kennzeichnung erfolgt durch die Buchstaben A und B und durch die Zahlen 1 bis 3.

A 1 = nicht brennbarer Baustoff ohne jegliche brennbare Bestandteile
A 2 = nicht brennbarer Baustoff mit geringen brennbaren Bestandteilen
B 1 = brennbarer Baustoff mit schwer entflammbaren Eigenschaften
B 2 = brennbarer Baustoff mit normal entflammbaren Eigenschaften
B 3 = brennbarer Baustoff mit leicht entflammbaren Eigenschaften

Unsere RKI-Innendämmung® hat die Klasse A 1

Bausubstanz

Der Begriff wird für die Zustandsbeschreibung der nicht beweglichen Teile eines Gebäudes: Fundament, Bodenplatte, Decken, alle Wände und das Dach, verwendet. Er gilt als ein wesentlicher Bewertungsfaktor des Gebäudes.

Bauteildurchfeuchtung

Häufigste Schadensursache die sich oft durch verminderten Wärmeschutz, mechanische, korrosive und chemische Schädigung, Schimmelpilzbefall und feuchte Innenwandoberflächen bemerkbar macht. Speziell dafür haben wir DiffuPOR® entwickelt.


Denkmalschutz

Unter Denkmalschutz stehende Gebäude, die als Zeugnis des kulturellen Erbes eines Landes fungieren, sind mit strengen Vorschriften versehen, wenn es um bauliche Maßnahmen geht. RKI hat für diese alten und historischen Bauwerke die optimale Lösung mit dem DiffuPOR® Putzsystem und der RKI-Innendämmung®: optimale Revitalisierung, Konservierung und Isolierung der Bausubstanz.

Diffusionsoffen

Diffusion bezeichnet den Durchgang von Wasserdampf (oder anderer Gase) durch Stoffe. Dies ist möglich, wenn genügend große Poren vorhanden sind. RKI hat dafür DiffuPOR® (Diffusionspore) entwickelt. Der Wasserdampf kann entweichen, die Mauer bleibt trocken und ausblühungsfrei.

Dispersionsfarbe

Wasserlösliche Farbe deren Bindemittel aus Natur- und Kunstharzen besteht. Diese Farben sind  NICHT für den Gebrauch auf DiffuPOR® geeignet, da sie nicht diffusionsoffen sind. Zur Verwendung kommen bei DiffuPOR® ausschließlich Mineralfarben.

Drainage

Eine bauliche Maßnahme um Wasser von Gebäuden fernzuhalten.


Farben, mineralisch

Diese Farben haben eine besonders hohe Wasser-dampfdiffusionsfähigkeit. Eine wichtige Voraussetzung, damit DiffuPOR® wirken kann. Z.B: Silikat Farben, Farben auf Kalk- oder Zementbasis (Kunststoffanteil bis < 4 %).

Glasschaumplatten

Eine aus 100 % Glas bestehende Platte für die RKI-Innendämmung®. Sie sind wasser- und dampfdicht, feuerbeständig (Baustoffklasse A1) und wiederverwertbar. Die für die RKI-Innendämmung® verwendete Glasschaum-platte besteht aus 100 % Altglas und ist somit besonders umweltfreundlich.

Hinterlüftung

Spielt eine wichtige Rolle bei der Wärmedämmung. Hierbei wird darauf geachtet, dass ein Zwischenraum zur Dämmschicht gelassen wird, in dem die Luft frei zirkulieren kann. Dadurch kann Feuchtigkeit wieder abtrocknen und von innen nach außen diffundieren.

Horizontalisolierung

Oder auch Horizontalabdichtung oder Horizontalsperre genannt. In diesem Verfahren wird in das Mauerwerk eine waagrechte Sperre - mittels des Einzuges wasserdichter Materialien (bspw. Stahlblech) eingezogen. Dieses aufwendige Verfahren ist bei der Anbringung von DiffuPOR® nicht notwendig, da Feuchtigkeit aus der Mauer abgeleitet wird.


Hydrophil

Als hydrophil wird ein Material bezeichnet, das leicht Wasser aufnimmt. Wir nutzen diese Wirkung, um mittels DiffuPOR® Feuchtigkeit aus der Mauer zu ziehen und abzuleiten.

Hygroskopie

Wasseranziehende Eigenschaft eines Materials, das hauptsächlich eine Rolle bei salzbelastenden Baustoffen spielt. Salze ziehen Wasser, es kommt zur vermehrten Feuchtigkeit und bei dessen Verdunstung wiederum Salze an den Oberflächen kristallisieren.

Innendämmung

Die an der Innenseite eines Gebäudes angebrachte Dämmung. Bei denkmalgeschützten Bauten oder im Kellerbereich ist keine andere Dämmung möglich.

RKI hat dafür ein bereits patentiertes System entwickelt, welches eine dauerhafte Lösung sogar für erdberührte Teile, Feuermauern oder Leibungen bietet.

Kondensation

Entsteht, wenn an kalten Oberflächen feuchtwarme Luft abkühlt und als kleine Wassertropfen zurückbleibt. Zu sehen, wenn man ein kühles Getränk aus dem Eiskasten in warme Umgebungsluft bringt. Das Glas ist sofort mit einem Wasserfilm überzogen. Durch Kondensation gebildetes Wasser, das sich in Räumen niederschlägt, bildet einen Nährboden für Schimmel.  Die zurückbleibenden Salze führen zu Bauschäden.


Luftfeuchtigkeit

Bezeichnet den Anteil des Wasserdampfes in der Luft.


Die absolute Luftfeuchte ist die tatsächlich in der Luft enthaltene Wasserdampfmenge, ausgedrückt in [g/m3].

Die relative Luftfeuchtigkeit ist das prozentuale Verhältnis zwischen dem momentanen Wasserdampfdruck und dem Sättigungswasserdampfdruck.


Probleme mit der Luftfeuchtigkeit im Wohnraum treten dann auf, wenn im Vergleich zur Raumtemperatur kühlere Stellen vorhanden sind und die Luft mit Feuchtigkeit angereichert ist. Besonders in den Ecken zu Außenwänden herrscht oft wegen dem Vorhandensein von Kältebrücken eine niedrigere Oberflächentemperatur. Da die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft bei Abkühlung die überschüssige Feuchtigkeit abgeben muss, kondensiert der Dampf an der kühlen Stelle. Es bildet sich Tau, die Wand wird feucht, die Fenster beschlagen. Eine feuchte Wand hat schlechtere Wärmedämmwerte. Ist sie durchfeuchtet, kühlt sie bei niedrigen Außentemperaturen noch stärker ab, der oben geschilderte Effekt verstärkt sich. An der feuchten Wand herrschen durch Farbe, Kleister, Tapeten ideale Bedingungen, die gesundheitsschädlichen Schimmel bzw. Pilze wachsen lassen. Ist ein Schimmel bereits vorhanden, so macht er sich durch modrigen, muffigen Geruch oder durch erste dunkle Flecken bemerkbar.

Putz

Aufgetragener Belag, in ein oder mehreren Schichten und bestimmter Dicke, aus Putzmörtel oder Beschichtungsstoffen an Wänden und Decken. Man unterscheidet Innenputze und Außenputze. DiffuPOR® kann sowohl innen als auch  außen zur Anwendung kommen.

Raumklima

Das Raumklima wird als wesentlicher und messbarer Wert für Wohnqualität angesehen. Dazu tragen Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtverhältnisse, Luftzusammensetzung und -bewegung sowie die Oberflächentemperatur der Bauteile bei.


Salze, bauschädlich – Salzsprengung

Die im Baumaterial durch chemische Reaktionen angereicherten Salze (Chlorid, Sulfat, Nitrat) werden bis an die Oberfläche (z.B. Putz, Ziegel) transportiert und werden dort als Ausblühungen sichtbar.

Größere Schäden entstehen dabei  beim Auskristallisieren im Baustoff (Putz, Ziegel). Beim Auskristallisieren werden erhebliche Kräfte wirksam. Sind die Öffnungen (Poren) im Material zu klein, werden diese von den Salzen gesprengt. Es kommt zur Ab- und Auflösung der Gesteins- und Putzschichten. Die Bausubstanz leidet und das Gebäude verliert an Wert.

Schimmelbildung

Wasser ist ein guter Nährboden für Bakterien und Pilze. Sie benötigen nur wenig um zu gedeihen (Wärme, Feuchtigkeit, Nahrung – dabei reichen Hautschuppen aus). Daraus wird deutlich, dass Schimmel- und Bakterienbefall absolut nichts mit Unsauberkeit zu tun hat. Vielmehr sind die Sporen allgegenwärtig. Finden sie geeignete Lebensumstände, beginnen sie auch zu wachsen. Dies kann zu Gesundheitsschäden führen.

Schwalbenschwanzplatten

Als Schwalbenschwanz versteht man keilförmige Verbindungs- oder Zinkenstücke.

Die DUOFOR Schwalbenschwanzplatte macht sich diese stabile Form für seine konstruktive Tragfähigkeit zu Nutze.


Taupunkt

Der Taupunkt ist abhängig von der Lufttemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit und gibt die Temperatur an, bei der – im Werkstoff bei saugenden oder an der Oberfläche bei nichtsaugenden Stoffen  Wasserdampf kondensiert. Siehe Taupunkttabelle.

Wärmeleitfähigkeit λ

Der Wert λ bezeichnet die thermische Molekularbewegung eines Stoffes. Umso höher der Wert, desto Leitfähiger der Stoff. Kristallisierte Stoffe besitzen eine hohe Leitfähigkeit, ebenso wie Metalle. Bei amorphen Stoffen ist der Wert im Vergleich gering (Glas). Während Metalle eine Leitfähigkeit von λ = 40 – 380 W/mK aufweisen, weist die von uns verwendete Glasschaumplatte einen Wert von λ = 0,06 W/mK auf.

Ziegel

Ziegel bestehen aus Lehm und Tonerde, die durch Wasserzugabe plastifiziert, geformt, luftgetrocknet und/oder einem Brennvorgang unterzogen werden. Ziegel  sind wohl der meist verwendete keramische Baustoff.